Soziales Lernen
Miteinander respektvoll, rücksichtsvoll und verantwortungsvoll umzugehen, kann gelernt werden.
Die Voraussetzung für eine faire Schule, an der sich alle Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern beteiligen, sind die Fähigkeiten des Individuums zur Selbstreflexion und zur sozialen Kontaktaufnahme mit anderen. Nur daraus kann sich ein wertschätzender Umgang miteinander ergeben.
Soziales Lernen bietet eine Entwicklungschance für jede Persönlichkeit. Diese sollte möglichst früh sowohl auf der individuellen als auch auf der Ebene von Gemeinschaften gezielt gefördert werden – es ist ein lebensbegleitender Lernprozess.
Die Familie, der Freundeskreis und die Schule sind die Orte, an denen - bewusst und unbewusst – soziale, partizipatorische Fähigkeiten und Kompetenzen vermittelt, gelernt und angewandt werden.
Grundlage einer Schule, in der auf Basis von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung gelehrt und gelernt wird, ist gezieltes soziales Lernen. Dazu tragen alle Schulpartner/innen bei. Unumstritten ist, dass Einzelkämpfertum - auch engagiertes - letztlich scheitert.
Für die konsequente Umsetzung des sozialen Lernens benötigen Schulen ein pädagogisches Gesamtkonzept, das im Schulprofil bzw. im Schulprogramm verankert ist. Dieses Gesamtkonzept entspricht den besonderen Bedürfnissen eines Standorts und ist mit den Schulpartnern verbindlich vereinbart. Nur mit langfristig aufeinander abgestimmten Maßnahmen auf unterschiedlichen Systemebenen ist nachhaltig und für alle Beteiligten ein förderliches Schulklima zu erreichen.
Bausteine für eine FAIRE SCHULE
Schülerinnen und Schüler benötigen eine Schule, die als Erfahrungs- und Lernfeld für sie wirkt, z.B.
- durch unterschiedliche Lernformen wie im Projektunterricht
http://www.bmukk.gv.at/schulen/unterricht/ba/pu_tipps.xml
http://www.bmukk.gv.at/medienpool/4905/pu_tipps.pdf - bei Modellen der konstruktiven Konfliktlösung
http://www.bmukk.gv.at/schulen/sb/peer-mediation.xml - für die Erprobung von Zivilcourage und künftiger Bürgerpflicht
betrifft: demokratie lernen. Ein Handbuch zum Demokratie-Lernen im Schulalltag
Bestellung: christian.duerr@bmukk.gv.at - bei theatralischen Ausdrucksformen, die es erlauben, spielerisch in andere Rollen zu schlüpfen, sich von der eigenen Rolle zu distanzieren und in der Gruppe Gemeinsames zu erleben, z.B. durch Projekte im Schulkulturbudget für Bundesschulen
http://www.kulturkontakt.or.at/page.aspx?target=233177 - durch kulturelle Vermittlungsprojekte zu sozialem Lernen mit Künstler/innen und Kulturschaffenden
http://www.kulturkontakt.or.at - durch die differenzierte Förderung von Begabungen und Talenten, Interessen und Neigungen von Schülerinnen und Schülern - sowohl im intellektuellen als auch im emotionalen und sozialen Bereich
http://www.bmukk.gv.at/schulen/unterricht/ba/begabtenfoerderung.xml - durch Bewusstmachung von geschlechtsspezifischer Sozialisation und deren Auswirkung auf die Ausbildungs- und Berufswahl, Lebensplanung, Freizeitgestaltung und das eigene Denken und Verhalten (wie Körpersprache, Kommunikation, Rollenvorstellungen usw.) in altersadäquater Form
http://www.bmukk.gv.at/schulen/unterricht/prinz/erziehung_gleichstellung.xml - durch unterrichtliche Grundlagen für die Berücksichtigung jener Prinzipien, die eine faire Schule ausmachen. In den Lehrplänen der allgemeinbildenden wie auch der berufsbildenden Schulen wurden alle Voraussetzungen für deren Umsetzung auf Klassenebene geschaffen
http://www.bmukk.gv.at/schulen/unterricht/lp/lp_abs.xml
http://www.bmukk.gv.at/schulen/unterricht/lp/lp_bbs.xml - durch die Initiative des BMUKK „Gemeinsam gegen Gewalt“, deren Ziel es ist, die Schule für alle Kinder und Jugendlichen so zu gestalten, dass sie sich sicher fühlen
http://www.gemeinsam-gegen-gewalt.at
Im Bereich des sozialen Lernens gibt es zu den oben genannten Bereichen viele vorbildliche Projekte.
Eine schulartenübergreifende Einrichtung des BMUKK zur Sammlung und Aufbereitung wissenschaftlicher Analyse und zur bundesweiten Vernetzung der Aktivitäten als Grundlage für erfolgreiche pädagogische Gesamtkonzepte an Schulen ist das österreichische Zentrum für Persönlichkeitsbildung und soziales Lernen (ÖZEPS).
http://www.oezeps.at
Eine schulartenübergreifende Einrichtung des BMUKK zur Sammlung und Aufbereitung wissenschaftlicher Analyse und zur bundesweiten Vernetzung der Aktivitäten als Grundlage für erfolgreiche pädagogische Gesamtkonzepte an Schulen ist das österreichische Zentrum für Persönlichkeitsbildung und soziales Lernen (ÖZEPS).
http://www.oezeps.at
Die Publikationen des ÖZEPS
in der ÖZEPS-Reihe: Handreichungen für Studierende und Lehrende
pdf: http://www.oezeps.at/index.php?id=73
in der ÖZEPS-Reihe: Handreichungen für Studierende und Lehrende
pdf: http://www.oezeps.at/index.php?id=73
- Franz Hofmann: Persönlichkeitsstärkung und soziales Lernen im Unterricht, März 2008)
- Thomas Stern: Förderliche Leistungsbewertung, September 2008
- Doris Kessler, Dagmar Strohmeier: Gewaltprävention und soziales Lernen an Schulen. Handreichung für Lehrer/innen (in Kooperation mit dem Projekt „Weiße Feder - Gemeinsam gegen Gewalt“, 2. Auflage, September 2009)
- Elisabeth Kossmeier, Ingrid Salner-Gridling: Querfeldein: individuell lernen - differenziert lernen (November 2009)
ENTWICKLUNG DER SCHULKULTUR
Die Entwicklung der förderlichen Kultur einer Schule – zu der das soziale Lernen in besonderem Maße gehört - braucht Ziele, verantwortliche und innovative Führungskräfte und professionelle Mitarbeiter/innen für ihre Gestaltung, Umsetzung und Nachhaltigkeit.
- http://www.leadershipacademy.at
- Angebote der Lehrer/innenfortbildung sowohl im persönlichkeitsbildenden als auch im methodisch-didaktischen Bereich an den Pädagogischen Hochschulen im Bundesland
http://www.bmukk.gv.at/schulen/bw/leb/ph.xml - Systeme sind lernfähig - An den PH in jedem Bundesland stehen auch Expert/innen für Information und weiterführende Beratung zum Thema soziales Lernen und Gewaltprävention zur Verfügung
http://www.oezeps.at/index.php?id=84 - ein vereinbartes Bekenntnis zum sozialen Lernen im Schulprogramm wird zu einem Grundprinzip im Schulalltag und führt zu einer neuen Qualität von Schule.
http://www.QIS.at - Individualisierung unterstützt Lernende in ihrer persönlichen Entwicklung und individuellen (Lern-)Möglichkeiten; es werden dadurch auch der Unterricht und das Klassenklima positiv beeinflusst.
http://isv-gemeinsamlernen.bmukk.gv.at/default.aspx
Weitere Informationen:
Maga. Doris Kölbl-Tschulik
BMUKK, Abteilung Schulwissenschaftliche und kulturpädagogische Angelegenheiten
Tel.: +43/1/53120-4791
E-Mail:doris.koelbl-tschulik@bmukk.gv.at
BMUKK, Abteilung Schulwissenschaftliche und kulturpädagogische Angelegenheiten
Tel.: +43/1/53120-4791
E-Mail:doris.koelbl-tschulik@bmukk.gv.at



