Gender
Gender ist die englische Bezeichnung für das soziale Geschlecht. Gender umfasst die unterschiedlichen Rollen, Normen und Verhaltensweisen, die Frauen und Männern in unserer Gesellschaft zugewiesen werden. Sie sind erlernt und nicht angeboren, damit auch veränderbar.
Eine faire Schule ist geschlechtssensibel.
Mädchen und Burschen sollen in unseren Schulen die Möglichkeit haben, sich ohne geschlechtsspezifische Einschränkungen zu entwickeln. Es ist Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer, die Schülerinnen und Schüler zu unterstützen, alle Potenziale ihrer Persönlichkeit zu entfalten.
Dabei ist es wichtig, die geschlechtsspezifische Sozialisation und deren Auswirkungen auf die Ausbildungs- und Berufswahl, Lebensplanung, Freizeitgestaltung und das eigene Denken und Verhalten (wie Körpersprache, Kommunikation, Rollenvorstellungen usw.) als Lehrperson zu reflektieren und mit den Schülerinnen und Schülern in altersadäquater Form bewusst zu machen. Ein geschlechtsensibler Umgang mit alltäglichen Formen von Gewalt und das Aufzeigen von Möglichkeiten zur Prävention und Intervention sollen zu einem gleichberechtigten Umgang miteinander führen.
Dabei ist es wichtig, die geschlechtsspezifische Sozialisation und deren Auswirkungen auf die Ausbildungs- und Berufswahl, Lebensplanung, Freizeitgestaltung und das eigene Denken und Verhalten (wie Körpersprache, Kommunikation, Rollenvorstellungen usw.) als Lehrperson zu reflektieren und mit den Schülerinnen und Schülern in altersadäquater Form bewusst zu machen. Ein geschlechtsensibler Umgang mit alltäglichen Formen von Gewalt und das Aufzeigen von Möglichkeiten zur Prävention und Intervention sollen zu einem gleichberechtigten Umgang miteinander führen.
"Eine Schule, die den Anspruch hat, Mädchen und Buben dieselben Chancen zur Entfaltung ihrer Fähigkeiten und Interessen und Lebensperspektiven zu gewähren, sollte dies auch an der Realität überprüfen und entsprechende Maßnahmen setzen."
(aus der BMUKK-Reihe "Schulqualität und geschlechtssensible Lernkultur")
Dies bedeutet eine bewusste Auseinandersetzung mit der Relevanz der Kategorie des Geschlechts und ihre Berücksichtigung und Thematisierung im Unterricht.
(aus der BMUKK-Reihe "Schulqualität und geschlechtssensible Lernkultur")
Dies bedeutet eine bewusste Auseinandersetzung mit der Relevanz der Kategorie des Geschlechts und ihre Berücksichtigung und Thematisierung im Unterricht.
Unterrichtsprinzip
Gleichstellung der Geschlechter als Unterrichtsprinzip in den Lehrplänen der verschiedenen Schularten und Begleitmaßnahmen (z.B. Publikationen) sollen dies unterstützen.
Bewusste Koedukation ist geschlechtergerecht.
Koedukation beschränkt sich nicht auf gleichzeitiges Unterrichten von Schülerinnen und Schülern. Vielmehr ist eine bewusste Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Bildern und Vorurteilen zu führen. Es ist wesentlich, die Lerninhalte und Unterrichtsmethoden so auszuwählen, dass sie alle Kinder und Jugendlichen unabhängig vom Geschlecht gleichermaßen ansprechen.
Der Unterricht ist so zu gestalten, dass er sozialisationsbedingten unterschiedlichen Vorerfahrungen entgegensteuert. Lehrerinnen und Lehrer sind angehalten, ein (Lern-)Klima der gegenseitigen Achtung zu schaffen, eigene Erwartungshaltungen und Umgangsformen gegenüber Mädchen und Burschen zu reflektieren.
Projekte, die auf unterschiedliche Art und Weise die Koedukation reflektieren, wurden dokumentiert.
Der Unterricht ist so zu gestalten, dass er sozialisationsbedingten unterschiedlichen Vorerfahrungen entgegensteuert. Lehrerinnen und Lehrer sind angehalten, ein (Lern-)Klima der gegenseitigen Achtung zu schaffen, eigene Erwartungshaltungen und Umgangsformen gegenüber Mädchen und Burschen zu reflektieren.
Projekte, die auf unterschiedliche Art und Weise die Koedukation reflektieren, wurden dokumentiert.
Geschlechtergerechte Sprache
Die Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache ist eine wichtige Grundlage für eine faire Schule. Die wichtigsten Grundprinzipien sprachlicher Gleichbehandlung und die gängigsten Strategien geschlechtergerechten Formulierens sind in einem Leitfaden (pdf) enthalten.
Gewalt - geschlechtsspezifisch betrachtet
Wird über gewaltbezogene Vorfälle berichtet, so ist oft von "Kindern" und "Jugendlichen" die Rede, obwohl die Betroffenheit von Burschen und Mädchen sehr unterschiedlich ist. Auch die Zusammenhänge zwischen Gewalt, geschlechtsspezifischer Sozialisation und Männlichkeits- bzw. Weiblichkeitsbildern werden zumeist nicht (bewusst) wahrgenommen.
Alltägliche Aggressionsformen (insbesondere von Buben) werden gesellschaftlich akzeptiert: z.B. das "Raufen" wird bagatellisiert, obwohl allein die sichtbaren physischen Verletzungen durch Raufen beträchtlich sind (1.600 gemeldete Schülerunfälle pro Jahr, die durch Raufen entstanden sind).
Will man dem Problem Gewalt wirksam entgegenwirken, muss gendersensible Prävention verfolgt werden, die um die Wirkmechanismen geschlechterspezifischer Sozialisation Bescheid weiß. Nur so ist es möglich, auf subtile wie auf brachiale alltägliche Formen von Gewalt zu reagieren, ohne einer klassischen Täter-Opfer Interpretation aufzusitzen, und den geschlechtsspezifischen Legitimationsstratiegen auf die Spur zu kommen, die hinter Gewaltaktionen stecken. So kann nachhaltig wirkungsvolles Handeln gewährleistet werden.
Das BMUKK bietet auf dem Portal Gender + Bildung unter www.gender.schule.at Informationen für Lehrer/innen zu geschlechtsspezifischen Aspekten der Gewaltprävention an:
Materialien: Gewaltprävention und Rollenklischees: Themenspezifische Materialien und Texte, Anregungen und konkrete Beispiele (auch für den Fachunterricht), die es den Lehrerinnen und Lehrern ermöglichen sollen, Kinder und Jugendliche gendersensibel zu begleiten.
Infostellen: Buben- und mädchenspezifische Beratungsstellen und Fortbildungsmöglichkeiten zur Thematik Rollenklischees & Gewalt in allen Bundesländern (Service des BMSK und des BKA-Frauen).
Alltägliche Aggressionsformen (insbesondere von Buben) werden gesellschaftlich akzeptiert: z.B. das "Raufen" wird bagatellisiert, obwohl allein die sichtbaren physischen Verletzungen durch Raufen beträchtlich sind (1.600 gemeldete Schülerunfälle pro Jahr, die durch Raufen entstanden sind).
Will man dem Problem Gewalt wirksam entgegenwirken, muss gendersensible Prävention verfolgt werden, die um die Wirkmechanismen geschlechterspezifischer Sozialisation Bescheid weiß. Nur so ist es möglich, auf subtile wie auf brachiale alltägliche Formen von Gewalt zu reagieren, ohne einer klassischen Täter-Opfer Interpretation aufzusitzen, und den geschlechtsspezifischen Legitimationsstratiegen auf die Spur zu kommen, die hinter Gewaltaktionen stecken. So kann nachhaltig wirkungsvolles Handeln gewährleistet werden.
Das BMUKK bietet auf dem Portal Gender + Bildung unter www.gender.schule.at Informationen für Lehrer/innen zu geschlechtsspezifischen Aspekten der Gewaltprävention an:
Materialien: Gewaltprävention und Rollenklischees: Themenspezifische Materialien und Texte, Anregungen und konkrete Beispiele (auch für den Fachunterricht), die es den Lehrerinnen und Lehrern ermöglichen sollen, Kinder und Jugendliche gendersensibel zu begleiten.
Infostellen: Buben- und mädchenspezifische Beratungsstellen und Fortbildungsmöglichkeiten zur Thematik Rollenklischees & Gewalt in allen Bundesländern (Service des BMSK und des BKA-Frauen).
Weitere Informationen:
Mag. Evelin Langenecker
BMUKK, Abteilung Gender Mainstreaming / Geschlechtsspezifische Bildungsfragen
Tel.: +43/1/53120-2824
E-Mail: evelin.langenecker@bmukk.gv.at
BMUKK, Abteilung Gender Mainstreaming / Geschlechtsspezifische Bildungsfragen
Tel.: +43/1/53120-2824
E-Mail: evelin.langenecker@bmukk.gv.at



