Dieses Projekt basiert auf den Erfahrungen von Fr. Dr. Klicpera Barbara, die an unterschiedlichen Schulen Kinder in Zusammenarbeit mit KlassenlehrerInnen zu MediatorInnen ausgebildet hat. Es kann mit allen Kindern durchgeführt werden und basiert darauf, dass sozusagen nicht nur einzelne Kinder mit besonderen sozialen Fertigkeiten als Mediatoren tätig sein können, sondern dass jeder einzelne seine Fähigkeiten dazu weiterentwickeln kann. Die Kinder sollen die Hintergründe und Abläufe von ihren eigenen und anderer Konflikte reflektieren, Muster und Ziele dahinter erkennen und mit bestimmten Techniken der Mediation und guten Kommunikation, wie Ich-Botschaften statt Du-Botschaften, Aktivem Zuhören, vermehrtes Wahrnehmen der eigenen und anderen Gefühle, Sammeln von Lösungsvorschlägen usw. immer mehr in der Lage sein, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Ziel ist auch das Finden und Anwenden von Win-win-Situationen. Symbole aus der Tierwelt, Rollenspiele, Präsentationen der Reflexionen und Gesprächskreise sind die methodische Grundlage dieses Projekts. Ergebnisse werden in ihrem Sachunterrichtsheft festgehalten und dokumentiert, eine Plakatwand wird als Wandzeitung in der Schule geführt, um auch andere Personen auf den Lernprozess aufmerksam zu machen. Dieses Projekt wird im Rahmen des Sachunterrichts durchgeführt und wird uns über die kommenden drei Jahre begleiten.Paralell dazu kommt auch immer das Material des Faustloskoffers zur Anwendung. Geplant ist auch eine kleine Abschlussveranstaltung in der 4. Klasse mit den Eltern mit Überreichung von Urkunden (Diplomen).
- Wahrnehmen und Ernstnehmen der eigenen Gefühle - Kennen lernen von unterschiedlichen Reaktionsmustern im Konflikt - sich entscheiden können, wie man sich am besten in einem Konflikt einbringen kann - Unterscheidung von Sachebene und persönlichen Bedürfnissen - Konflikte vermehrt gewaltfrei und fair lösen können - Anwendung des Gelernten auch in Begleitung von Lösungsversuchen anderer -Reflexion rollenspezifischer Verhaltensweisen und die Stärken und Schwächen erkennen - Sich einüben in rollenunspezifische Verhaltensweisen, wenn diese erfolgversprechender im Sinne von Win-win-Situationen sind.
Buben und Mädchen unserer Klasse, jetzt 2a, 2b
das Projekt läuft derzeit
Die Kinder kennen bereits sehr gut die gängigen Konfliktursachen und es gelingt ihnen schon jetzt, vermehrt zu versuchen, "Eulenlösungen" zu finden. Die Eule steht für....sich Zeit nehmen, Konflikte im Sinne beider Konfliktparteien zu lösen. Sie erkennen ihre eigenen Reaktionsmuster und bemühen sich öfter, es anders zu machen. Konflikte werden öfter untereinander ausverhandelt und wir LehrerInnen werden weniger zu Hilfe gezogen.
Beginn Schuljahr 2009/2010, Ende Juni 2012
Das Projekt wird nicht evaluiert