Mag. Elfriede Strauß
Projektbeschreibung/-inhalt
Chronologie unseres Projekts im Überblick
Schuljahr 2008/09: Die Wurzeln unseres Projektes reichen bis in das Schuljahr 2008/09 zurück. Damals entstehen erste Überlegungen, das Thema „Gewalt“ umfassend zu beleuchten.
Zu unseren Zielen zählen schon seit unseren ersten Gedanken die Einbindung möglichst vieler Klassen und Gegenstände. Überdies soll am Beginn und am Ende eine größere gemeinsame Veranstaltung stehen.
1. Oktober 2009: Den entscheidenden Impuls, konkret tätig zu werden, bildet eine
E-Mail von Ingrid Spiegl (Frauenberatung) an Prof. Mag. Elfriede Strauß.
5. bis 12. Oktober 2009: Schon in der nächsten Schulwoche erfolgen Gespräche von Prof. Strauß mit den Mädchen der 6A-Klasse und einigen Kolleginnen über ein gemeinsames Projekt in Richtung Gewaltprävention, dessen Höhepunkt die Veranstaltung am Scheibbser Rathausplatz sein soll.
14. Oktober 2009: Im Unterrichtsgegenstand „Soziales Lernen“ in der 6A-Klasse werden Ideen für die Veranstaltung gesammelt; ein Workshop mit Ingrid Spiegl wird ins Auge gefasst, der die Schülerinnen für dieses Thema „Gewalt an Frauen“ sensibilisieren soll.
20. Oktober 2009: Prof. Strauß nimmt als Vertreterin des BORG Scheibbs am Vorbereitungstreffen zur genaueren Planung der für 27. November angesetzten Veranstaltung teil. Folgende Beiträge werden in das Programm aufgenommen:
• Marsch der BORG-Schülerinnen durch die Stadt unter lautem „Trommelwirbel“ mit kreativen Geräuschinstrumenten wie Mülltonne, Topfdeckel u.Ä., um die Passanten auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen.
• Austeilen von Flyern über die Veranstaltung.
• Die Mädchen der 6A-Klasse singen zwei Lieder zum Thema zwischen den Reden.
• Schülerinnen der 5. und 7. Klasse tragen zwischen den Reden der Polit-Prominenz selbst verfasste innere Monologe und Gedichte vor.
• Zum Thema wird von Schülerinnen der 5B, der 7A und 7C eine achtseitige Zeitung erstellt. Sie soll eine Fotostory, Hintergrundberichte sowie ein Interview mit zwei Scheibbser Polizisten enthalten.
• Die SchülerInnen der 6A-Klasse stellen ihre NANA-Skulpturen im Rathaus aus.
28. Oktober 2009: Workshops mit Ingrid Spiegl von der Frauenberatung Mostviertel sensibilisieren die Schülerinnen für das Thema. Parallel dazu laufen auch die Vorbereitungen der Aktivitäten der 6A-Klasse weiter.
Ende Oktober/Anfang November 2009: Die Schülerinnen der 5B nähern sich im Deutschunterricht mit Mag. Sandra Hackl dem Thema Gewalt an Frauen mit kreativen Schreibprozessen. Die Schülerinnen der 7A und 7C befassen sich im Rahmen des Wahlpflichtfaches Psychologie, Philosophie und Pädagogik bei Mag. Sabine Böhm in Form von Gruppenarbeiten mit Fakten zu Gewalt an Frauen. Die Schülerinnen verfassen Gedichte, planen den Ablauf der Fotostory für die Zeitung, fotografieren die Szenen und schreiben die Texte zur Fotostory.
4. November 2009: Mag. Hackl nimmt per E-Mail Kontakt mit dem Präventivdienst des Bezirkspolizeikommandos Scheibbs auf. Zwei Beamte werden zu einem Interview ins BORG Scheibbs eingeladen.
18. November 2009: Die beiden Polizisten Alexander Stroblmayer und Stefan Hahn stehen den BORG-Schülerinnen der 5B, der 7A und 7C zwei Stunden Rede und Antwort.
25. November 2009: Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen entrollen wir an der Schule das Banner mit der Aufschrift „Frei leben ohne Gewalt“ am BORG Scheibbs.
23. bis 26. November 2009: Mag. Böhm und Mag. Hackl produzieren aus Schülertexten, Beiträgen und Fotos die Zeitung zum Projekt, die am Aktionstag gegen freiwillige Spenden verteilt wird. Die Zeitung wird lektoriert und geht in Druck (Auflage 100 Stück).
27. November 2009: Aktionstag
Der große Tag ist da! Am Scheibbser Rathausplatz versammeln sich Politprominenz, Vertreterinnen verschiedener Frauenorganisationen, Vertreter einer Männerberatungsstelle, eine Vertreterin des 3. Welt Ladens, Vertreter der Stadtgemeinde Scheibbs, unser Herr Direktor Mag. Andreas Schmid, interessierte Schüler und Schülerinnen anderer Scheibbser Schulen, die Direktorin der Volksschule Scheibbs, Eltern und neugierig gewordene Passanten.
Der Ablauf:
• 9 Uhr: Abmarsch zum Rathaus
• Aufstellen eines Stagepianos mit Hilfe von Kollege Herbert Hort
• kurze Gesangprobe u. Mikrofonprobe
• Marsch durch Scheibbs unter „Trommelwirbel“ und Verteilen der Flyers
• 10.15 Uhr : Beginn der Veranstaltung am Rathausplatz
• „Cry me a river“ (Gesang der Mädchen der 6A-Klasse)
• Begrüßungsrede und Reden zum Tag der Gewalt bzw. Vorstellen von Organisationen, die Hilfe anbieten können
• Dazwischen tragen Schülerinnen der 5. und 7. Klassen ihre Texte vor
• „Freiheitsblues“ (Gesang der Mädchen der 6A-Klasse)
• Entrollen des Banners und Spruchbandes vom zweiten Stock des Scheibbser Rathauses (Diese Aufgabe übernehmen die Burschen.)
• Einladung zur Besichtigung der „Nanas“ im Innenhof des Rathauses
• Kuchenbuffet und Kaffee – Gedankenaustausch
Erste Dezemberwoche 2009:
Aufgrund der großen Nachfrage drucken wir nochmals Zeitungen nach, die wir beim Elternsprechabend am 1. Dezember 2009 präsentieren und verkaufen. Es kommt zur Nachbesprechung des Projektes und zu Ideen einer Weiterführung in der 6A-Klasse im „Sozialen Lernen“. Dankesschreiben werden mit Exemplaren unserer Zeitung an die beteiligten Organisationen verschickt. Eindrücke vom Aktionstag werden im Unterricht besprochen.
Zweite Dezemberwoche 2009: Wir überweisen dem Frauenhaus Amstetten den Reinerlös aus unserem Kuchenbuffet.
Zu unserer Schulhomepage: www.borgscheibbs.ac.at
E-Mail an uns!
Ziel/e des Projekts
Sensibilisierung für das Thema Gewalt
Auseinandersetzung mit dem Thema auf verschiedene Arten
Aufmerksam machen auf das Problem
persönlicher Umgang mit Gewalt
Kennenlernen von Organisationen, die Hilfe anbieten
Erfolge und Besonderes
Einbindung mehrerer sehr unterschiedlicher Organisationen (Frauentreffpunkt, Polizei, Jugendliche, Männerberatung, Experten, lokale Journalisten... Mädchen und Burschen)
Bei Schülerinnen Bewusstsein geweckt, wo Gewalt bereits beginnt - Gewaltspirale - Ausbruchsmöglichkeiten aufgezeigt
weite Verbreitung unserer Projekt-Zeitung: große Nachfrage, Nachdruck war notwendig
Evaluierung
Das Projekt wird evaluiert und zwar durch:
Gespräche im Unterricht, Reflexion mit den Verantwortlichen der Frauenberatung Mostviertel, Feedback von Politikern