Projektbeschreibung/-inhalt
In den letzten Jahren häufen sich gute Projekte für die verschiedensten Schulstufen, nur besteht die Schwierigkeit der Implementierung dieser, da in den Klassen sehr unterschiedliche soziale, sprachliche und körperliche Ressourcen vorhanden sind.
Daher war es uns ein Anliegen, ein Modell zu entwickeln, das vielfältig nach den Bedürfnissen der Gruppe orientiert anwendbar und implementierbar ist.
Das Projekt Guat drauf ist auf den 4 Stufen der Existenzanalyse aufgebaut.
1.Stufe:Sich selbst und andere annehmen
2.Stufe:Beziehung zu mir und den andern
3.Stufe:Selbstwert und Individualität
4.Stufe:Sinnvolles Handeln und erleben
Das bedeutet, dass anhand der 4 Stufen für jede Gruppe ein individuelles Programm zusammengestellt wird.
Es richtet sich an Schüler die ihren Mitschülern psychische und physische Gewalt antun, als auch an Schüler die durch ihre soziale Unsicherheit gestärkt werden müssen.
Die Übungen sind aus dem weiten Spektrum der Motopädagogik, Erlebnispädagogik und des darstellenden Spiels gewählt.
Hierfür stehen dem/der LehrerIn im Lehrplan einen Fülle von Möglichkeiten zur Verfügung. Beginnend beim sozialen Lernen erstreckt sich der Bogen über den Gegenstand Sport und Bewegung bis hin zu Projektorientierten Gruppenarbeiten, die auch von den Mitschülern beobachtet und reflektiert werden soll.
Die Wahrnehmung der Schüler soll sensibilisiert werden, um die Fähigkeit zu erwerben, besser kommunizieren zu können. Für das Lösen von Konflikten soll den Schülern eine Vielfalt an Möglichkeiten zur Verfügung stehen
Wobei aufbauend auf die Themen des 4 Stufenmodells der Existenzanalyse eingegangen wird. Fortlaufend soll der/die KlassenlehrerIn die Stunden selbst gestalten.
Das Projekt „Guat drauf“ ist auf 3 Säulen aufgebaut. 
Erste Säule: LehrerInnen
Am Beginn steht eine Situationsanalyse mit dem oder den KlassenlehrerInnen. Wobei das soziale Gefüge in der Klasse erfasst werden soll. Ziele und die Wahrnehmung dieser werden gemeinsam mit den Pädagogen/Innen erarbeitet.
Die Arbeit mit der Klasse wird über ein Projekt des Sozialen Lernens eingeführt(ca. 2-3 Tage), danach sollen 14- tägig 2 Einheiten mit den Lehrern gemeinsam gehalten werden. Gemeinsam werden nach den 3 Tagen die Stunden im Team reflektiert.
Für die 4. Stufe wählen dann die Klassenlehrer mit den Schülern gemeinsam ein soziales Projekt für die ganze Klasse aus. (z.b. eine Partnerklasse: ältere Kinder dieser Schule übernehmen Verantwortung für jüngere Kinder, geben Hilfestellungen beim Schuleintritt, planen einen Workshop oder Stationenbetrieb für jüngere, uvm.)
Aufbauend auf den Themen des 4 Stufenmodells der Existenzanalyse soll der/die KlassenlehrerIn die Stunden fortlaufend selbst gestalten.
Die Zweite Säule: Schüler
Berufend auf Bernd Badegruber liegen den Spielen 5 Merkmale zugrunde.
Zweckfreiheit: Zitat“ Der Erwachsene weiß, dass das Kind aus Spielen lernt, dem Kind darf diese Tatsache jedoch egal sein.
Zwanglosigkeit: Niemand kann zu einem Spiel gezwungen werden.
Variationsmöglichkeit: Regeln können nach Absprache flexibel geändert werden.
Innere Spannung: Gefühle erleben und entschärft durch den Umstand,dass es nur ein Spiel ist, lernen die Schüler mit Spannung positiv umzugehen.
Experimentieren: Kinder lernen, wenn sie im Spiel experimentieren können .
Die Schüler können auf den 4 Stufen der Existenzanalyse basierend lernen
1 .Stufe: Sich selbst und die andere annehmen
Themen Wie bin ICH
Wie bist DU
TOLERANZ gegenüber den ANDEREN
WAS kann ich von ANDEREN LERNEN
Meine STÄRKEN und SCHWÄCHEN
Meinen MITSCHÜLERN mit WERTSCHÄTZUNG begegnen
2. Stufe: Beziehung zu mir und zu den anderen
Themen Beziehungen zu mir: Wie gehe ich mit meinen Emotionen um
Wie erlebe, äußere ich Wut, Freude, Trauer...?
Wie nehme ich Gefühle bei mir und anderen wahr?
Die Kommunikation in Beziehungen: meine Freunde
meine Familie
Friedliches handeln ;(Gewaltfreies Handeln , z.b: weisse Feder)
3.Stufe: Selbstwert und Individualität
Themen Fähigkeiten und Stärken fördern
Das Eigene vom Anderen abgrenzen
Darf ich in der Gruppe so sein wie ich bin?
Wertschätzung: Was schätze ich in an mir selbst und an den anderen
Ohne du kein ich
Lob und Anerkennung erhalten und geben
4.Stufe: Sinnvolles Handeln und Erleben
Themen Was ist für mich wertvoll?
Welche Werte verfolge ich?
Welche Ziele verfolge ich?
Auf der Handlungsebene:das Helfen
Für den ANDEREN da sein
Projekt= vorschläge: Partnerklasse,Patenschaft....
Die dritte Säule: die Eltern
Am Projektstart werden die Eltern über das Projekt informiert , wobei auch die Möglichkeit besteht, Einzelberatungen in Form von Abendberatung anzubieten.
Im folgenden Schuljahr soll ein fortlaufendes Programm über das ganze Schuljahr mit der Projektgruppe fortgesetzt werden.
Ziel/e des Projekts
Die Wahrnehmung der Schüler soll sensibilisiert werden, um die Fähigkeit zu erwerben, besser kommunizieren zu können. Für das Lösen von Konflikten soll den Schülern eine Vielfalt an Möglichkeiten zur Verfügung stehen.
Fortlaufend soll der/die KlassenlehrerIn die Stunden selbst gestalten. Den Lehrern soll daher auch parallel der existenzanalytische Ansatz nähergebracht werden (in Form einer Weiterbildung).
Den Eltern der Projektklasse soll in Form von Abendberatung Möglichkeiten zu Gesprächen Angeboten werden.
Erfolge und Besonderes
Das Projekt wurde in der dritten Juni Woche gestartet.
Die Wahrnehmung der Lehrer wurde sensibilisiert, bezüglich der verschiedensten Verhaltensauffälligkeiten ihrer Schüler.
Bessere Selbstreflexion bei den Schülern, und daraus resultierend positive Verhaltensänderungen.
Zeitrahmen
Zu Beginn des Projekts werden drei Schultage ( 4 Stunden) benötigt um die Rituale, den Rahmen, den Schülern näher zu bringen. Danach finden 14. tägig jeweils zwei Stunden im Rahmen des sozialen Lernens statt.
Einmal im Monat wird, für 2 Stunden, an der Schule für die Eltern der Projektklasse eine Abendberatung angeboten.
Evaluierung
Das Projekt wird evaluiert und zwar durch:
Da meine Kollegin und ich hoffen, am Seminar zur Ausbildung zum Sozilalkapitalmanager teilnehmen zu können würden wir im Rahmen dieser Ausbildung das Projekt evaluieren. Die Evaluierung soll mit Hilfe der Sozialkapitalmessung in den jeweiligen Klassen vor und nach dem Projekt erfolgen.