Mag. Eva Maria Fenyö ist Mitbegründerin des Vereins "Vermittlungsexperten" (www.vermittlungs-experten.at) und hat seit 2006 ein Netzwerk aufgebaut, mit dem Ziel, Schulmediation in Burgenland flächendeckend an jeder öffentlichen Schule zu implementieren. In ihrer Tätigkeit als Juristin lernte sie die Herausforderungen des heutigen Arbeitslebens, da sie selbst in ihrem Quellberuf jahrelang Personalverantwortung hatte und mit jungen Menschen Bewerbungsgespräche führte, kennen und möchte diese Erfahrungen an die Kinder und Jugendlichen weitergeben. Hochmotiviert suchte sie dafür weitere Mediatorinnen und Mediatoren, die wie sie die LIEBE zu den Kindern teilen und ebenso WEGBEGLEITER auf der Suche nach Sinn in eine bessere Zukunft sein wollen. Durch die Ausbildung von Konfliktlotsinnen und -lotsen im Primär- wie im Sekundarbereich vermittelt sie den Schülerinnen und Schülern spielerisch wichtige soziale Kompetenzen wie Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit, Empowerment, Teamgeist, u.v.m. Die Praxis in den letzte Jahren, wo sie unermüdlich fast täglich in diversen Schulen Vorträge, Workshops und Ausbildungen abhielt, hat bewiesen, wie groß die Nachfrage von den Kindern und Jugendlichen nach diesen Trainings ist und wie viel Spaß diese beim Erlernen dieser Fähigkeiten haben ! Selbst Volksschulkinder, die sich selbst als "Emos" bezeichneten, lernen sich und ihre Bedürfnisse besser kennen und setzen sich Ziele für´s Leben … ein wichtiger Beitrag für die psychosoziale Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen ! Gleichzeitig schafft sie es auch, für die zuständigen Lehrerinnen und Lehrern in schwierigen Situationen immer ein offenes Ohr zu haben und wird als kompetente Ansprechpartnerin sehr geschätzt.
Durch ihren Einsatz in den diversen Partnerschulen wurde ein Bewusstsein geschaffen, dass es auf jeden Einzelnen ankommt, den Glauben an mehr Frieden in unserem Alltag in Schule, Familie und Beruf zu schaffen ! Das Konzept der "mediativ orientierten Friedenspädagogik" (nach "Ver-mittlungsexperten") zielt darauf ab, den Friedensgedanken mit allen Sinnen (Schulhymne, Friedensbild, Ton-Friedens-schalen, Sport/Tanz, Schauspiel) zu erfassen und zu verinnerlichen. Denn nur so könnten Kinder und Erwachsene nach Ansicht von Frau Mag. Fenyö als überzeugte Multipli-katoren in kleinen, alltäglichen Situationen ihren Input in unserer Gesellschaft leisten (z.B. als "Giris", "Lärmsherifffs" oder KonfliktlotsInnen)! Die Wichtigkeit der Netzwerkarbeit war Mag. Fenyö schon immer bewußt, daher entsteht zur Zeit gemeinsam mit anderen Netzwerkpartnern eine ExpertInnengruppe für Gewaltprävention in Burgenland unter der Schutzherrschaft des ÖSFK Stadtschlaining. Den Weitblick, zu erkennen, dass geteiltes Wissen Multiplikatoren schafft, ist das essentielle Merkmal in ihrer Arbeit. Sie schätzt die Zusammenarbeit sowie den Erfahrungsaustausch mit den zuständigen Schulbehörden sowie den diversen Landes-institutionen, der Pädagogischen Hochschule u.v.m.
Frühjahr 2006 bis dato, weiterführende und neue Schulmediationsprojekte für 2008/2009 sind geplant und auch schon gebucht.
Schülerinnen und Schüler der Primär- sowie Sekundärstufe, Lehrerinnen und Lehrer (Workshops - auch für Nachmittags-betreuerinnen), Eltern (Seminare, Elternwutinterview, das die Kinder mit den Eltern führen, um gemeinsam die Vorteile der Giraffensprache nach M. Rosenberg in den Alltag aufzu-nehmen und konkrete Situationen zu reflektieren). Somit sind alle Schulpartner im Projekt integriert. Durch die Verbindung und den steten Austausch im Netzwerk, das auch den Schulen zur Verfügung gestellt wird, werden die Kompetenzen dort zum Einsatz gebracht, wo sie sinnvollerweise und den Bedürfnissen entsprechend benötigt werden. Mag. Fenyö ist es wichtig, dass kein Konkurrenz-denken den gemeinsamen Umgang zwischen den Expertinnen und Experten bestimmt, sondern ein Miteinander geprägt von einem ehrlichen Erfahrungsaustausch, der alle -Kinder wie Erwachsene - unterstützt und motiviert !
Mit unserer Partnerschule VS Lackenbach wurde auf speziellen Anlass hin das Konzept der "Giris und Lärmsheriffs" (Teil der "mediativ orientierten Friedens-pädagogik nach "Vermittlungsexperten") begründet und eingereicht und gewann 2007 den Faire-Schule-Award ! Mittlerweile ist die Finanzierung des Projektes in Lackenbach bis 2009 gesichert, da Eltern & Gemeinde vom Erfolg des Projektes überzeugt sind. Die mittlerweile über 20 Partnerschulen tragen die Lern-erfolge und die Projekte jeweils in der Lokalpresse an die Öffentlichkeit. Schulmediation wird somit auch in Burgenland immer mehr zu einer beliebten Alternative für Schulen Gewaltprävention an ihren Schulen zu implementieren !
2007: 2. Preis beim Faire-Schule Award (VS Lackenbach) 2008: Gewinner des Präventionspreises in der Kategorie Gesamtprävention 2008: UNESCO-Auszeichnung (Dekade 2005-2014) Die Finanzierung des Pilotprojektes 2006/2007 gelang Frau Mag. Fenyö mit Hilfe von Leader+ Mittelburgenland & T-Mobile Austria aufstellen, die den wirtschaftlichen Benefit des Projektes erkannten ! 2008 wurden 5 der Projektschulen mit Beiträgen vom Forum Umweltbildung finanziell unterstützt, leider nicht alle Schulen, wodurch die tw. die Gemeinden mit Teilfinanzierungen eingesprungen sind.